Népszabadság - Ungarn | Mittwoch, 10. Juni 2009
Europawahlen: Fidesz-Spielraum hat sich eingeengt
Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság analysiert, dass die nationalkonservative Partei Fidesz, stärkste Partei bei den ungarischen Wahlen zum Europaparlament, von der rechtsradikalen Partei Jobbik immer mehr bedrängt wird. "Kein Zufall also, dass er [Fidesz-Chef Viktor Orbán] nach dem schrecklichen Mord an einem Mädchen, der ohne jegliche Beweise sofort den Roma in die Schuhe geschoben worden war, sagte, dass das Fass übergelaufen sei (damit bezog er sich aber nicht darauf, dass Roma grundlos beschuldigt worden sind, ganz im Gegenteil). Es ist auch kein Zufall, dass Orbán im Europaparlament-Wahlkampf einen Großteil seiner Energien darauf verwandte, Jobbik zu neutralisieren und die Notwendigkeit einer einheitlichen Rechten zu verkünden. Alles vergeblich. ... Jobbik hat den Fidesz schon als 'Gegner' definiert - die rechtsradikale Partei will das Fidesz-Lager nicht nur bedrängen, sondern davon auch ein Stück für sich abschneiden. Der Bewegungsspielraum des Fidesz hat sich also sichtlich eingeengt."
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