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Večer - Slowenien | Freitag, 19. Juni 2009

Kroatiens Verhandlungsrückzug ist Schuss ins Knie

Kroatien hat sich aus den von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn moderierten Verhandlungen im Grenzstreit mit Slowenien zurückgezogen. Kroatien zeige damit, dass es für eine EU-Mitgliedschaft nicht reif sei, meint die Tageszeitung Večer: "Die Kroaten haben mit ihrer Entscheidung den Verhandlungstisch zu verlassen, bewiesen, dass sie ihre von der EU-Kommission aufgetragenen Hausaufgaben nicht gemacht haben. Wenn sie sich mit Slowenien einig geworden wären, hätten sie Slowenien vor der heimischen Öffentlichkeit nicht mehr als Ausrede für den Verhandlungsstillstand benutzen können. Sie hätten die Reformen in den Bereichen Justizwesen, organisiertes Verbrechen, Korruption und auch in der Landwirtschaft ernsthaft angehen müssen. Slowenien dient [Kroatiens Premierminister] Ivo Sanader also dazu, die Rückstände zu verbergen. Langfristig sind derartige Versäumnisse jedoch ein Schuss ins Knie, den die Bevölkerung und die Wirtschaft teuer bezahlen werden. Je mehr Fronten Sanader eröffnet, umso mehr wird sich das Datum für Kroatiens EU-Beitritt verzögern."

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