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NRC Handelsblad - Niederlande | Mittwoch, 24. Juni 2009

Wirtschaftskrise birgt Gefahren für den Euro

In seiner Rede vor beiden Parlamentskammern hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy das hohe Haushaltsdefizit von mehr als sieben Prozent verteidigt, da aufgrund der Wirtschaftskrise derzeit nicht gespart werden könne. Das liberale NRC Handelsblad verweist auf den großen Kontrast zu Deutschland, das auf strenge Haushaltsdisziplin setzt: "Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Die Krise ist so ernst, dass eine zu frühe Haushaltsdisziplin die wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken kann. Aber wenn die Staatsfinanzen zu lange aus dem Gleichgewicht sind, legen sie den Keim für eine neue Krise. Ob das nun eine aus dem Ruder gelaufene Schuldenlast ist, eine steigende Inflation oder eine Kombination von beidem. Frankreich und Deutschland suchen nicht den Mittelweg. Die Kluft zwischen den beiden im Herzen der Eurozone ist potentiell riskant für die gemeinsame Währung, den Euro. Eine gemeinsame Währungspolitik durch die Europäische Zentralbank wird dadurch bald so gut wie unmöglich."

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