Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 24. Juni 2009
Staat darf Medienmarkt nicht verzerren
Der Stahlmagnat Theodoros Angelopoulos hat am Montag die seit 1983 erscheinende Tageszeitung Eleftheros Typos sowie den Radiosender City 99,5 geschlossen, weil sie rote Zahlen schrieben. Damit stirbt die erste griechische Zeitung seit Beginn der Wirtschaftskrise. Die regierungsnahe Tageszeitung I Kathimerini meint, der Staat dürfe den Medienmarkt nicht verzerren: "Solange Regierungen ... keine transparente Medienpolitik betreiben, ist das Überleben derjenigen Medien, die wirtschaftlich unabhängig sein möchten, nicht möglich. Die Gefälligkeitsdarlehen von Staatsbanken, das Verteilen von staatlicher Werbung an die eigene Klientel und die Nicht-Anwendung der Normen und Gesetze des Marktes haben einen ungesunden Rahmen geschaffen. ... Wenn der Staat nicht aufhört, parasitäre Medien zu subventionieren, und wenn es keine realistische Verständigung zwischen Verlegern und Angestellten gibt, dann wird Eleftheros Typos nicht die letzte große Zeitung sein, die dicht macht."
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