Frankfurter Rundschau - Deutschland | Dienstag, 7. Juli 2009
G8-Gipfel ist Laufsteg der Eitelkeiten
Ab Donnerstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsnationen zum G8-Gipfel im italienischen L'Aquila. Die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau ist skeptisch bezüglich der möglichen Ergebnisse des Gipfels: "Die Institution G 8 hat ohnehin ein Problem: Die Treffen der Führer der acht mächtigsten Industrienationen sind bisher den Beweis schuldig geblieben, dass sie mehr sind als ein Laufsteg der Eitelkeiten, auf dem außer hehren Absichtserklärungen, die zwei Wochen später vergessen sind, nicht viel herauszukommen pflegt. Oder weiß noch jemand, was der 'Heiligendamm-Prozess' konkret bedeuten soll? Die Staats- und Regierungschefs ... werden wieder über die Bekämpfung der Armut und des Hungers debattieren, sie werden sich über den Klimawandel unterhalten und den Dialog mit den wichtigsten Schwellenländern vorantreiben (voilà: Das ist der 'Heiligendamm-Prozess'). ... Die Resultate, das steht schon vor dem Gipfel fest, werden dürftig sein. Und Gastgeber Berlusconi wird das Ansehen der G 8-Konferenzen nicht erhöhen."
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