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Lietuvos Žinios - Litauen | Mittwoch, 8. Juli 2009

Litauen soll Euro nicht um jeden Preis einführen

Die litauische Regierung will trotz der Wirtschaftskrise und einer schwierigen Haushaltslage durch striktes Sparen an der Euro-Einführung am 1. Januar 2012 festhalten. Die Tageszeitung Lietuvos Zinios hält das für unsinnig: "Das Datum für die Euro-Einführung ist willkürlich gewählt. Es gibt kein Argument dafür, dass es [die Euro-Einführung] Litauen vom Sparzwang in den öffentlichen Haushalten befreien könnte. Werden die Kredite dadurch billiger? Aber billiges Geld brauchen wir jetzt und nicht in drei, vier Jahren, wenn die internationale Krise vorbei sein wird. Dann wird das Geld ohnehin billiger, wenn wir bis dahin unserer Wirtschaft nicht endgültig den Garaus gemacht haben. Das Festhalten an dem Datum erinnert an die Propaganda der sowjetischen Planwirtschaft: Der Fünf-Jahres-Plan wird in drei Jahren erfüllt! Planerfüllung um jeden Preis. Egal, wie sich das auf die Menschen auswirkt."

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