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Trouw - Niederlande | Donnerstag, 9. Juli 2009

Solana gab der europäischen Außenpolitik ein Gesicht

Der Hohe Vertreter der EU für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), Javier Solana, hat für diesen Herbst seinen Rückzug angekündigt. Zehn Jahre seien genug, sagte er in einem Interview. Die Entscheidung sei bedauerlich, schreibt die Tageszeitung Trouw: "Als er ... als Auslandschef bei der Europäischen Union anfing, musste er sich sofort mit den Folgen der Bombardierungen und den Nachwehen des Krieges im früheren Jugoslawien befassen. Der Friede auf dem Balkan wird als einer der Erfolge der europäischen Außenpolitik gesehen. ... Er machte die neue Funktion unter den europäischen Politikern glaubwürdig. Und Staatschefs in und außerhalb der Europäischen Union vertrauten ihm. ... Der bekannte Witz des US-amerikanischen Diplomaten Henry Kissinger aus den 1970er Jahren, dass er nicht wisse, wen er anrufen müsse, wenn er etwas mit Europa zu besprechen habe, machte lange die Runde. Doch das war vor Solana, der für viele Minister und Staatsoberhäupter zum Maßstab wurde."

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