NRC Handelsblad - Niederlande | Dienstag, 28. Juli 2009
Homophobie ist europäisches Problem
In Litauen ist ein Gesetz angenommen worden, das Homosexualität als Gefahr für Kinder definiert. Treibende Kraft waren christlich-konservative Parteien und die römisch-katholische Kirche, schreibt die überregionale Tageszeitung NRC Handelsblad: "Nur an diesen politisch-religiösen Faktoren liegt es aber nicht, dass in Litauen ein kaum verhohlen homophobes Gesetz in Kraft tritt. Auch anderswo in der EU muss noch viel geschehen. Im Nachbarstaat Lettland, der in religiöser Hinsicht nicht durch Rom, sondern durch Luther geformt wurde, mussten die Organisatoren der Gay Pride erstmals seit 2005 zahllose Barrieren überwinden, die durch Politiker aufgestellt wurden. Selbst die Niederlande ... sind keine Oase der Offenheit. ... Normal kann Homosexualität offenbar nicht sein. ... Es gehört sich also nicht, nur auf die östlichen Länder zu zeigen. Es wäre gut, wenn das litauische Gesetz durch die höchsten Richter Europas für nichtig erklärt würde. Aber es ist Wachsamkeit geboten. Auch im Westen."
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