ABC - Spanien | Montag, 10. August 2009
Keine laizistische Politik in katholischer Gesellschaft
Die spanische Regierung hat angekündigt, Kruzifixe und andere katholische Symbole in den Klassenräumen staatlicher Schulen weitgehend zu verbieten. Für die konservative Tageszeitung ABC handelt es sich bei der Initiative um eine sinnlose Provokation: "Wenn [die regierende sozialistische Partei] die PSOE eine vernünftige Beziehung mit den spanischen Katholiken aufrechterhalten möchte, würde es völlig reichen, die Verfassung zu respektieren, deren Artikel 16 klare Anhaltspunkte gibt: Konfessionslosigkeit des Staates und positive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Glaubensrichtungen, mit besonderer Erwähnung der katholischen Kirche aufgrund ihrer historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verankerung. Es ist nicht wahr, dass die Verfassung eine laizistische Politik vorschreibt, wie es [Justizminister Francisco] Caamaño gerne hätte. Vielmehr fordert sie eine Zusammenarbeit zugunsten der Glaubensrichtungen, die in unserer Gesellschaft die große Mehrheit ausmachen."
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