Lapin Kansa - Finnland | Mittwoch, 12. August 2009
Finnische Öffentlichkeit setzt Parteien unter Druck
Seit den Kommunalwahlen im Herbst vergangenen Jahres schwelt in Finnland die Diskussion über die Wahlfinanzierung der Parteien. Nach den Europawahlen flammte sie wieder auf. Die Tageszeitung Lapin Kansa kommentiert: "Auch wenn der Skandal um die Wahlfinanzierung der Parteien den ganzen Sommer brodelte, hat der größte Teil der Parteien beharrlich über die Geldgeber geschwiegen. ... Als sie direkt angesprochen wurden, haben viele Unternehmen beschlossen, ihre eigenen Schenkungen zu offenbaren. In den Unternehmen sieht man ein, dass der Weg der Verheimlichung für den Ruf der Firma destruktiv ist. Die einzelnen Offenlegungen haben für viel Wirbel gesorgt. Durch die Aussagen der Unternehmen und die darauf folgende Öffentlichkeit hat sich der Druck auf die Parteien erhöht, ihre eigene Wahlfinanzierung endlich zu öffnen. Die alte Weisheit 'besser in einem Schwung als tröpfchenweise' ist in den Parteien anscheinend in Vergessenheit geraten. Langsam ans Licht kommende Sachverhalte bleiben lange in den Schlagzeilen."
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