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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 5. Juli 2006

Das Scolari-Prinzip

"Auf dem Spielfeld regiert bei den Portugiesen das Scolari-Prinzip", stellt Spanien-Korrespondent Paul Ingendaay vor dem WM-Halbfinale Portugal-Frankreich fest. Er zitiert den Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft mit den Worten "Fußball ist Krieg". Wie der brasilianische Fußballer Ronaldinho stamme Scolari aus dem Bundesstaat Grande do Sul. "Jetzt wissen wir, wer von beiden sich durchgesetzt hat. Nicht der Dribbelkönig mit dem Kinderlächeln, der Nike-Boy, der Liebling der Werbespots, der Weltfußballer des Jahres. Sondern der hart arbeitende, herumkommandierende Scolari, der Mann, der einen Bauch vor sich herträgt und die Faust ballt, wenn er es ernst meint. Auch Portugal spielt nicht schön. Figo ist dafür zu alt, Deco zu klug. Aber sie sind zäh. Der Verlauf der Viertelfinalspiele, die selten ästhetischen Reiz besaßen, hat gezeigt, dass der Aggressivere gewinnt."

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