Svenska Dagbladet - Schweden | Montag, 24. August 2009
Unakzeptabler Druck auf die Pressefreiheit
Die Tageszeitung Svenska Dagbladet kommentiert erneut den umstrittenen Beitrag in der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet, in dem der Journalist Donald Boström - ohne Belege - behauptet hatte, israelische Soldaten töteten Palästinenser, um ihnen die Organe zu rauben: "Nachdem Åsa Linderborg (der Kulturchef des Aftonbladet) die Publikation des Boström-Artikels zugelassen hatte, gerieten das offizielle Israel und das offizielle Schweden aneinander. Israeles Vize-Außenminister forderte, dass Schwedens Regierung den Artikel verurteilt. Schwedens Botschafterin in Israel, Elisabet Borsiin Bonnier, äußerte sich sich auf der Homepage der Botschaft gegen das Aftonbladet. In beiden Fällen handelt es sich um einen unakzeptablen Druck auf eine freie Publikation, die von der schwedischen Meinungsfreiheit geschützt ist. Der Aftonbladet-Chefredakteur Jan Helin reagierte richtig, forderte und erhielt eine Klarstellung von Außenminister Carl Bildt. ... Nun ist es an Helin zu entscheiden, ob es mit dem Selbstbild und dem publizistischen Anspruch des Aftonbladet vereinbar ist, Åsa Linderborg als Kulturchef zu behalten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, schwedisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Printmedien, » Schweden, » Israel
Alle verfügbaren Texte von » Roland Poirier Martinsson
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 24. August 2009