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The Guardian - Großbritannien | Freitag, 7. Juli 2006

London, ein Jahr nach den Anschlägen

"Ein Jahr später ist es schon bemerkenswert, dass ein Ereignis, das viele für einen allgemeinen Wendepunkt hielten, uns kaum verändert hat", schreibt Jonathan Friedland. "Ob in unserem Freizeitverhalten oder bei der Wahl der Verkehrsmittel, in unserer politischen Einstellung oder der Art und Weise, wie wir miteinander leben, haben die Bombenattentate nicht die erwarteten Auswirkungen gehabt. Man könnte den heutigen Jahrestag mit einem Poster illustrieren: 'London machte weiter' (in Anspielung auf das berühmte Plakat aus dem Zweiten Weltkrieg: 'Londons U-Bahn fuhr weiter')... In den USA hat der 11. September zu einem starken Drang geführt zurückzuschlagen, ein Impuls, der die Invasionen in Afghanistan und Irak ermöglichte... Dagegen erzeugte der 7. Juli bei uns eine Art Gegenreaktion auf den Premierminister: Viele wollten, dass er zugibt, was für sie offensichtlich war: dass die Londoner Attentate teilweise auf die Verärgerung der Muslime über den Irakkrieg zurückzuführen waren."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 7. Juli 2006

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