De Tijd - Belgien | Freitag, 4. September 2009
EU-Parlament schwächt Barroso
Das Europaparlament hat auf die Pläne von José Manuel Barroso, sich um eine zweite Amtszeit als Präsident der EU-Kommission zu bewerben, kritisch reagiert. Seine Ernennung weiter hinauszuzögern, könne die Europäische Union jedoch nur schwächen, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Das Parlament fordert eine starke Europäische Kommission. Aber zugleich fordert es, dass der Mann, den die 27 Mitgliedsstaaten einstimmig für diesen Job vorschlagen, vor ihnen durch den Staub kriecht. Paradoxerweise schwächt das Europäische Parlament auf diese Weise die Person von Barroso. Und damit auch das Bild von Europa in der Welt. Außerdem irrt sich das Europäische Parlament im Gegner. Nicht Barroso, sondern die Mitgliedsstaaten nagen an dem starken Europa und spielen die nationale Karte. Wenn das Parlament und die Kommission nicht gemeinsam gegen die kleingeistigen Verhaltensweisen und das 'die eigene Industrie zuerst' von Paris, Berlin und London auftreten, wird das Pendel unvermeidlich in die falsche Richtung ausschlagen. Nämlich in Richtung weniger Europa."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Kris Van Haver
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 4. September 2009