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Magyar Nemzet - Ungarn | Montag, 7. September 2009

Barroso spricht Probleme nicht an

Die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet kritisiert einen Brief von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso an das Europaparlament, mit dem er um seine Wiederwahl wirbt: "[In dem Brief] ... skizziert er seine Vorstellungen über die Zukunft der EU. ... Im ungarischen Beobachter ruft der Aufsatz Erinnerungen an kommunistische Zeiten wach, als die unzähligen Fünfjahrespläne das Blaue vom Himmel versprachen. ... Was wir aus den gefälligen, aber nebulösen Formulierungen Barrosos herauslesen können, ist im Grunde der Abbau des Sozialstaates in Europa. ... Barroso vermeidet es überdies, die wirtschaftlichen Probleme vieler EU-Länder anzusprechen. Die Geschichte des real existierenden Sozialismus lehrt uns aber gerade, dass jenes System, das seine offenkundigen Probleme ignoriert und also nicht imstande ist, sich zu erneuern, früher oder später zerfällt. Wartet auch auf die EU ein solches Schicksal? In einigen Jahren werden wir die Antwort darauf wissen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. September 2009

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