Berlingske - Dänemark | Montag, 14. September 2009
Westen muss in Afghanistan hart bleiben
Die Kopenhagener Tageszeitung Berlingske Tidende richtet ihren Blick besorgt auf das vom Wahlkampf geprägte Deutschland und die Debatte um den Afghanistan-Einsatz. Ein angekündigter Abzug der internationalen Streitkräfte spiele nur den Taliban und al-Quaida in die Hände: "[Diese] denken nämlich nicht nur in einem Zeitrahmen von ein bis zwei Jahren [und erwarten], dass die westlichen Länder ihre Mission aufgeben und Afghanistan verlassen. Danach würde das Land jener Situation überlassen, in der es heute ist: in der Hand von Extremisten. Der Kampf der vergangenen Jahre wäre vergebens gewesen. Deshalb ist es notwendig, dass die westlichen Politiker hart bleiben. Wir sind in Afghanistan, um eine Mission zu erfüllen - schnell Frieden und Demokratie zu erreichen. Und wir verlassen die Region nicht, bevor dies nicht erreicht ist. Auch wenn dies zehn oder fünfzehn Jahre dauern kann. Alles andere wäre ein Hohn für die Menschen, die hart gekämpft haben und vielleicht mit dem höchsten Preis bezahlen müssen, um Freiheit in Afghanistan zu erreichen."
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