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Ta Nea - Griechenland | Dienstag, 15. September 2009

Privatisierungswelle mitverantwortlich für Selbstmorde

Bei der privatisierten Telefongesellschaft France Télécom haben sich innerhalb von 18 Monaten 23 Mitarbeiter das Leben genommen. Erst vorige Woche war eine Angestellte nach einer Besprechung mit ihrem Chef aus dem Fenster gesprungen und gestorben. Die linke Tageszeitung Ta Nea fragt nach Ursachen: "Es ist kein Phänomen, das sich auf ein Unternehmen und auf ein Land beschränkt. Die Daten der US-Statistikbehörde zeigen, dass die Zahl der Selbstmorde am Arbeitsplatz in den USA um 28 Prozent [im Vergleich zum Vorjahr] angestiegen ist. Wir würden die Augen verschließen, wenn wir die Ursachen für den jüngsten Selbstmord bei France Télécom nicht auch in der Regierungsentscheidung suchen würden, ein traditionelles Staatsunternehmen um jeden Preis in einen gewinnbringenden multinationalen Konzern verwandeln zu wollen. Und selbst wenn wir die Augen verschlössen, sähen wir in Europa den fortschreitenden Trend zu Privatisierungen, obwohl es offensichtlich ist, dass uns die Liberalisierung der Finanzmärkte in die Wirtschaftskrise geführt hat."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 15. September 2009

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