Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 16. September 2009
Autokonzerne drohen Magna mit Auftragsstopp
Der Autozulieferer Magna gerät wegen der geplanten Übernahme von Opel immer stärker unter Druck - und zwar durch die eigenen Kunden. Die größten deutschen Autokonzerne drohen Magna mit dem Entzug von Aufträgen, weil sie den Abfluss technologischen Wissens nach Russland befürchten. Dazu schreibt die konservative Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung: "BMW, Daimler und VW rechnen ganz offensichtlich damit, dass sie künftig keine innovativen Komponenten, wie elektronische Bauteile, bei Magna entwickeln lassen können. Befürchtet wird, dass solches Knowhow beim Konkurrenten Opel landet. Für Magna könnte das Missfallen der Kunden über die neue Rolle des Zulieferers als Autohersteller existenzbedrohende Ausmaße annehmen. Natürlich werden nicht alle Hersteller alles abbestellen. Aber Magna ist schon jetzt in einer äußerst schwierigen Lage. In der ersten Hälfte des Jahres ist der Umsatz des nach Bosch und Denso drittgrößten Zulieferers der Welt um fast die Hälfte auf 5 Milliarden Euro geschrumpft. Verantwortlich hierfür sind [bislang] vor allem die Kunden in Amerika."
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