Karjalainen - Finnland | Mittwoch, 16. September 2009
Internetfieber hat nachgelassen
Einer aktuellen Medienstudie und Angaben der staatlichen finnischen Statistikbehörde zufolge hat die Zahl der Zeitungsleser in Finnland trotz der Wirtschaftskrise nicht abgenommen. Gleichzeitig ist die Zahl der Internetanschlüsse leicht zurückgegangen. Das kommentiert die Tageszeitung Karjalainen: "Das Internetfieber hat nachgelassen, zumindest momentan, und das gedruckte Wort hat seine Position noch gestärkt. Die Finnen sind ein Lesevolk, das Lesen und das Abonnieren von Zeitungen hat eine starke Tradition. Diese Tradition ist nicht so leicht zu untergraben. Wir entfernen uns immer weiter von der Vision, dass Zeitungen in 20 Jahren, wenn nicht gar früher, aussterben. Solche Visionen stammen vor allem aus den USA, wo die Zeitungen schmerzhaft unter der Wirtschaftskrise leiden. Wer meint, dass das Internet die Zeitungen ersetzt, sieht die Entwicklung zu einseitig. Vielmehr ergänzen sich Zeitungen und das Internet gegenseitig und werden auch parallel für unterschiedliche Zwecke verwendet."
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