Népszava - Ungarn | Donnerstag, 17. September 2009
Chávez hat nicht aus der Geschichte gelernt
Nach seinem jährlichen Besuch in Minsk am 9. September hat der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vorgeschlagen, Venezuela und Belarus zu einer neuen Republik zu vereinen. Die linke Tageszeitung Népszava kommentiert die Idee: "Wenn jetzt April wäre, könnten wir die Sache als Scherz auffassen. ... Es hat den Anschein, dass der venezolanische Präsident nichts aus den Fehlern, Irrwegen und taktischen Fehltritten der Politiker sozialistischer Länder gelernt hat. Chávez hat den Hang dazu, in dieselben Extreme zu verfallen, die schon seine politisch-ideologischen Vorgänger ins Verderben gestürzt haben. Seit die Sowjetunion untergegangen ist, hat sich in Osteuropa viel verändert. Was sich indes nicht verändert hat, ist Folgendes: Auf der Grundlage eines gescheiterten Schemas lässt sich keine neue linke Welt aufbauen."
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