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Le Jeudi - Luxemburg | Donnerstag, 24. September 2009

Jacques Hilion über die Migrations- und Asylpolitik in Europa

In der Wochenzeitung Le Jeudi kritisiert Jacques Hilion die Migrations- und Asylpolitik verschiedener europäischer Länder und betont, dass sich die Europäische Union ihrer Verantwortung stellen müsse: "Das Migranten-Problem ist offensichtlich ein europäisches, und die Europäische Union hat es immer noch nicht geschafft, ihm die Stirn zu bieten. Sicher, sie hat wohl angefangen, die Regelungen zu Einreise und Aufenthalt von Ausländern und Asylbewerbern anzugleichen, und sie hat die Kontrollen an den Außengrenzen verstärkt, aber ohne überzeugendes Ergebnis. Europa muss das Ausmaß von Misserfolgen wie 'Dublin II' erkennen. [Die Dublin II-Verordnung] zwingt Immigranten dazu, einen Asylantrag an den europäischen Staat zu stellen, in den sie zuerst eingereist sind, selbst wenn sie ihren Landsleuten oder Familienmitgliedern in ein anderes Land folgen wollen. Ganz zu schweigen von Ländern wie Malta, die es nicht schaffen, mit der Nachfrage fertig zu werden und Tausende von Fällen nicht bearbeiten können, nur weil die Insel eines der Eingangstore nach Europa ist. ... Die Europäische Union hat kaum eine Wahl. Sie muss... gemeinsame Positionen annehmen, um besser mit der Flut der Migranten umgehen zu können."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 25. September 2009

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