Correio da Manhã - Portugal | Montag, 28. September 2009
Sozialistische Niederlage in Portugal war zu erwarten
Die Portugiesen haben am Sonntag bei der Parlamentswahl die Regierung von Ministerpräsident José Sócrates bestätigt. Seine Sozialistische Partei verlor aber die absolute Mehrheit und muss nun eine Koalition bilden. Dazu schreibt die Tageszeitung Correio da Manha: "Sehr viele hatten eine Niederlage von José Sócrates ganz selbstverständlich erwartet. So war die [Sozialistische Partei] PS gestern die erste Partei, die einen Sieg feiern konnte, obwohl sie Abgeordnete und die absolute Mehrheit verlor. Dieses Ergebnis war eigentlich zu erwarten: Die Krise erlaubte es der Regierung den Weihnachtsmann zu spielen. ... Kennt ihr die Geschichte, in der Sherlock Holmes einen Fall löst, weil er merkt, dass ein Hund nicht gebellt hat? Dasselbe kann man zu diesen Wahlen sagen. Man hat jenen 10 Prozent Arbeitslosen so viel Bedeutung verliehen, dass man die 90 Prozent, die noch einen Job haben und von den niedrigen Zinssätzen profitieren, vergessen hat. Man hat nur von den 100.000 unzufriedenen Lehrern gesprochen, und die 700.000 Beamte vergessen, die eine Gehaltserhöhung bekommen haben."
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