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La Repubblica - Italien | Montag, 28. September 2009

Roman Polanski und das Lolita-Syndrom

Der Filmregisseur Roman Polanski ist am Wochenende bei seiner Einreise in die Schweiz festgenommen worden. Der Grund ist ein Missbrauchsverfahren aus dem Jahr 1978 in den USA. Während des Verfahrens war er aus Angst vor einer Verurteilung nach Frankreich geflüchtet und nie mehr zurückgekehrt. Die linksliberale italienische Tageszeitung La Repubblica schreibt: "In gewissen Leben gibt es keine Grenze zwischen Realität und Fiktion. Roman Polanski ... wäre nicht der Meister des Albtraums im Film, wenn er nicht der Protagonist einer von einem Fluch belegten Existenz wäre. Filme wie Ekel, Frantic, Der Tod und das Mädchen sowie der autobiografische Der Pianist sind Filme, denen es gelingt, die beunruhigendsten Träume vorstellbar werden zu lassen. Das Vergehen, dessen er 1978 im Alter von 45 Jahren für schuldig befunden wurde, überraschte in Hollywood niemanden. In jenem Milieu wusste man, dass der Regisseur eine Vorliebe für Lolitas hatte, was man scherzhaft die Nabokow-Krankheit nannte [Wladimir Nabokow ist Autor des Romans Lolita]."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 28. September 2009

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