Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Montag, 5. Oktober 2009
Papandreou hat wenig Zeit für Reformen
Der Chef der sozialistischen Partei Pasok, George Papandreou, hat nach seinem Wahlsieg der Korruption und Vetternwirtschaft in Griechenland den Kampf angesagt. Allerdings habe er wenig Zeit, denn die sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes seien erdrückend, schreibt die Tageszeitung Neue Zürcher Zeitung: "Mit dem Versprechen, die grassierende Korruption auszumerzen und den Staat besser zu verwalten, war im Jahr 2004 der konservative Politiker Konstantinos Karamanlis vor die Wähler getreten. ... Wie Karamanlis trat auch Jiorgos Papandreou mit dem Versprechen an, die Korruption gnadenlos zu bekämpfen. Er versprach Transparenz bei der Vergabe von Staatsaufträgen. Es war bisher oft Brauch, die grossen staatlichen Aufträge der Regierungspartei genehmen Unternehmern zu geben, was die Korruption anheizte. Nun muss der Sozialdemokrat beweisen, dass er in der Rolle des Saubermanns der Nation mehr Erfolg hat als seine konservativen Rivalen. Die Zeit drängt auch hier. Denn die Wähler erwarten rasche Resultate."
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