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Lietuvos rytas - Litauen | Montag, 12. Oktober 2009

Es reicht nicht, besser als der Schlechteste zu sein

Die Tageszeitung Lietuvos Rytas kritisiert die Entscheidung, US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen: "Das Guantánamo-Gefangenenlager auf Kuba ist noch immer in Betrieb, im Irak sind nach wie vor US-Soldaten stationiert, in Afghanistan ist die Lage angespannt, und der Konflikt über das iranische Atomprogramm nimmt an Heftigkeit zu. Kurz und gut: Es ist unklar, für welche Erfolge Obama ausgezeichnet wird, vor allem wenn wir ihn mit anderen Preisträgern vergleichen." Weiter führt die Zeitung aus, Obama habe den Preis wohl vor allem erhalten, weil er beliebter sei als sein Amtsvorgänger. "Das aber ist ein höchst merkwürdiger Grund, jemandem den Friedensnobelpreis zu verleihen. Viele bezeichneten G[eorge] W. Bush als den schlechtesten US-Präsidenten aller Zeiten. Aber reicht es denn, nur besser als der Schlechteste zu sein, um den Preis zu erhalten? … Außerdem ist es bedauerlich, dass die Entscheidungsträger in Oslo den Preis seit Jahren immer weiter ins linke politische Spektrum rücken."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 12. Oktober 2009

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