To Ethnos - Griechenland | Dienstag, 13. Oktober 2009
Giorgos Delastik über das Abkommen zwischen der Türkei und Armenien
Das Annäherungsabkommen zwischen Armenien und der Türkei sei demütigend für Armenien, schreibt Giorgos Delastik in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos und warnt Zypern und Griechenland davor, bei der Lösung des Zypernproblems auf die USA zu schauen: "Es war grausam, wie die Armenier von den Amerikanern zur Unterzeichnung des Abkommens gebracht wurden und ohne irgendeine Gegenleistung ihre Forderung für eine einfache Anerkennung des Genozids an den Armeniern im Jahre 1915 durch die osmanische Türkei beiseite legen mussten. … Charakteristisch ist die Szene, wie die US-Außenministerin Hillary Clinton, die von Washington nach Zürich gekommen war, den armenischen Außenminister für die Unterzeichnung des Abkommens in ihr Hotel brachte, … ihn in ihre Limousine steckte, und ihn mit Begleitung in den Raum bringen ließ, wo er unterschreiben sollte, damit er unterwegs nicht wegläuft! ... Obama hat in seiner Wahlkampagne versprochen, dass die USA den Genozid anerkennen werden. Aber jetzt hat er das Gegenteil getan, da er auf spektakuläre Weise die Türkei auf den geostrategischen Plan der USA in der Region gesetzt hat. Athen und Nikosia müssen wissen, dass die USA die Türkei aus demselben Grund unterstützen werden, sowohl beim Zypernproblem als auch bei den griechisch-türkischen Angelegenheiten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Griechenland, » Zypern, » USA, » Westeuropa, » Türkei, » Armenien
Alle verfügbaren Texte von » Giorgos Delastik
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 14. Oktober 2009