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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Dienstag, 20. Oktober 2009

Tollpatschige und ignorante Schweinegrippe-Politik

Eine Woche vor dem Beginn der ersten Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe in Deutschland gibt es Diskussionen über den Sinn der Impfungen. Die linksliberal Frankfurter Rundschau kommentiert: "Experten und solche, die sich dazu zählen, schlagen Alarm; flugs wird das Szenario einer Zweiklassen-Medizin an die Wand gemalt, und die Politik reagiert mit einer Mischung aus Tollpatschigkeit und Ignoranz. Die Folge: Millionen Bürger, die sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollten - und es vielleicht auch mal wollten -, werden verunsichert. Das aktuelle Problem ist weniger ein medizinisches als vielmehr eines der Organisation und der Kommunikation. Warum kommt erst Wochen nach Auslösung des Pandemie-Alarms heraus, dass der Bund bereits vor langer Zeit spezielle Verträge mit Pharmafirmen geschlossen hat? Weiß das eine Ministerium, was das andere tut? Wie steht es um die Unabhängigkeit staatsnaher Impfkommissionen? Fragen über Fragen, die die Exekutive in unserem grandiosen Föderalsystem ziemlich alt aussehen lassen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 20. Oktober 2009

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