Savon Sanomat - Finnland | Mittwoch, 21. Oktober 2009
Korruption an finnisch-russischer Grenze nicht überraschend
Aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des finnischen Justizministeriums geht hervor, dass finnische Transportunternehmen, die an der russisch-finnischen Grenze tätig sind, im Schnitt pro Jahr mehr als 50.000 Euro Bestechungsgelder zahlen. Die Tageszeitung Savon Sanomat bemerkt dazu: "Die Ergebnisse der Studie sind keine Überraschung. Die sogenannte doppelte Abrechnung an der Grenze ist seit Jahren ein negatives Phänomen. Finnische Polizei, Steuer-und Grenzbehörden haben vielfach auf das Problem hingewiesen, aber sie können es von ihrer Seite aus nur beobachten. Um es zu beseitigen, müssten die russischen Behörden ihre Politik ändern. Anzeichen dafür gibt es jedoch nicht. Für die Finnen ist die Situation extrem kompliziert. Russland ist ein lebenswichtiger Handelspartner und deshalb versuchen offizielle finnische Stellen, zu harte Aussagen zu vermeiden. Natürlich hat unsere außenpolitische Führung die zu Unrecht erhobenen Gebühren reklamiert und die russischen Behörden haben versprochen, entsprechende Vorfälle zu untersuchen."
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