Der Standard - Österreich | Dienstag, 3. November 2009
Pharmabranche vertrauen
Im Zusammenhang mit der aktuellen Schweinegrippe-Pandemie und der Diskussion über die Notwendigkeit von Impfungen fordert die Tageszeitung Der Standard mehr Vertrauen in die Pharmabranche: "Das Misstrauen gegenüber der Branche führt dazu, dass höchst effektive Mittel vom Markt genommen werden müssen, sobald die Berichterstattung über gefährliche Nebenwirkungen überhand nimmt - wie etwa das Schmerzmittel Vioxx, dem viele Patienten immer noch nachtrauern. Je länger dann getestet wird, desto teurer werden neue Arzneien - was wiederum den Herstellern angekreidet wird. ... Auch bei der Schweinegrippe ist die Anti-Pharma-Stimmung, zu der selbst Mediziner neigen, eine gesundheitspolitische Falle. Niemand sollte genötigt werden, sich impfen zu lassen. Aber solange das Ausmaß der Bedrohung nicht abschätzbar ist, muss man froh sein, dass Impfstoffe zur Verfügung stehen. Sie könnten tatsächlich Leben retten."
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