Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 16. November 2009
Ernährungsgipfel der Versager
Die Zahl der Hungernden ist entgegen aller guten Vorsätze auf eine Milliarde gestiegen. Deshalb kann die Bilanz des Ernährungsgipfels in Rom nur bitter ausfallen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Das Versagen der internationalen Entwicklungspolitik ist offensichtlich. Seit Jahrzehnten pumpen die reichen Länder Milliardenbeträge in die ärmsten Regionen dieser Welt, in der falschen Annahme, dass sich mit solchen Almosen die Ursachen von Hunger und Elend beseitigen lassen. ... Stark gestiegene Lebensmittelpreise bedrohen die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Wer Hunger wirksam bekämpfen will, muss genau hier ansetzen, also für bezahlbare Nahrung sorgen. Denn theoretisch werden rund um den Globus genügend Nahrungsmittel produziert. ... Dramatisch zuspitzen dürfte sich die Lage jedoch, wenn die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 wie erwartet von momentan sechs auf neun Milliarden Menschen wachsen wird."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Wirtschaftspolitik, » Italien
Alle verfügbaren Texte von » Silvia Liebrich
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 16. November 2009