Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 17. November 2009
Hunger interessiert G8 nicht
Die Staats- und Regierungschefs der entwickelten Industrienationen haben beim gerade zu Ende gegangenen Welternährungsgipfel in Rom durch Abwesenheit geglänzt, kritisiert die linksliberale Zeitung Népszabadság. "Viele sind dem Gipfel fern geblieben, weil sie wohl vor unangenehmen Fragen Angst hatten. Beim diesjährigen G8-Gipfel hatten die Großmächte versprochen, 20 Milliarden Dollar an Nahrungsmittel-Soforthilfe für die bedürftigen Länder bereitzustellen. Ihr Versprechen blieb indes uneingelöst. Auf die Konten der Hilfsorganisationen wurde bislang kein einziger Cent überwiesen. Rasche Hilfe wäre aber dringend nötig. Wir erleben heute die größte Ernährungskrise seit 44 Jahren. Eine Milliarde Menschen leiden an Unterernährung, hundert Millionen mehr als vor einem Jahr. ... Vor diesem Hintergrund müssen wir uns folgende Fragen stellen: Warum muss ein Teil der Weltbevölkerung hungern, während es in der entwickelten Welt Nahrungsmittelüberproduktion gibt?"
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