Navigation

 
Correio da Manhã - Portugal | Mittwoch, 25. November 2009

Sozialisten bekämpfen lieber Presse als Korruption

Nachdem die portugiesische Presse den Inhalt abgehörter Telefonate zwischen Portugals Premier José Sócrates und einem wegen Korruption Angeklagten öffentlich gemacht hat, steht Sócrates erneut unter Korruptionsverdacht. Mitglieder von Sócrates sozialistischer Partei (PS) kritisierten, dass diese Offenlegung das Justizgeheimnis verletze. Laut Tageszeitung Correio da Manhã, sollte sich die PS lieber dem Kampf gegen die Korruption widmen: "[PS-Mitglieder] verkünden, ... dass das Justizgeheimnis 'das gravierendste Problem der portugiesischen Justiz' ist. ... Der Staatsanwalt wird die modernste Technologie einsetzen, um die Journaille abzuhören, die das Justizgeheimnis nicht respektieren. Oder die Kriminalpolizei bitten, all ihre speziellen Mittel einzusetzen, um Journalisten zu verfolgen, welche den Anordnungen des Kaisers und seinem Gesetz nicht folgen. Auch wissen wir nun, dass der Kampf gegen die Korruption, der Machtmissbrauch, der Missbrauch der öffentlichen Gelder und der Nepotismus ... dieser PS keine Sorgen bereiten."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. November 2009

Weitere Inhalte