Eleftherotypia - Griechenland | Dienstag, 24. November 2009
Pepi Rigopoulou über Menschen ohne Papiere
Pepi Rigopoulou denkt in der Tageszeitung Eleftherotypia über die Menschen nach, die keine Aufenthaltsgenehmigung besitzen: "Menschen ohne Papiere sind weder eine Nummer noch eine Kategorie. Es sind die 'toten Seelen', wie sie der russische Schriftsteller Nikolai Gogol in seinem gleichnamigen Meisterwerk ... beschrieben hat. ... Abgesehen von der beruhigenden Rhetorik über Fremdheit und Gastfreundschaft, bleibt der Fremde ein Rätsel, ein Problem, eine Herausforderung. Die Lösung der Probleme, die Antwort auf die Herausforderungen, kann aber nicht mit einfachen Parolen, Moralpredigten und schlaffer Verallgemeinerung in Angriff genommen werden. Wie müssen verstehen: Auch wenn ein Fremder keine Papiere hat, bedeutet das nicht, dass er keine Identität hat. Er hat seine eigene, besondere Geschichte, die ihn nicht nur von den restlichen Mitgliedern der Gesellschaft unterscheidet, sondern auch von den anderen Fremden, die wir gewöhnlich ... als eine Masse sehen. Der Fremde und insbesondere der 'illegale' Fremde ist nicht ein Mensch der Masse. Auf einzigartige Weise ... stellt der Fremde eine bestimmte Persönlichkeit dar, die das Verständnis all derjenigen verlangt, die ihn ... erniedrigen."
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