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El País - Spanien | Mittwoch, 9. Dezember 2009

Haidar zwingt Spanien und Marokko zu Verhandlungen

Die Menschenrechtsaktivistin Aminetu Haidar aus der von Marokko kontrollierten Region Westsahara schwebt nach 23 Tagen Hungerstreik in Lebensgefahr. Sie protestiert auf dem spanischen Flughafen Lanzarote für ihre Rückkehr in die Heimat und setzt die spanische Regierung unter Druck. Marokko hat Spanien inzwischen gedroht, im Falle einer Einmischung die Zusammenarbeit in der Migrations- und Sicherheitspolitik auf zukündigen. Die Tageszeitung El País meint: "Die Drohungen sollten sofort zurückgenommen werden, da die verdeckte Migration das Leben vieler Marokkaner bedroht, wovon sich Rabat nicht distanzieren darf, und die Sicherheit kein spanisches sondern ein gemeinsames Interesse ist, ebenso wie die drohenden Gefahren. Die gestörten bilateralen Beziehungen, die der Fall Aminetu Haidar ausgelöst hat, verweist auf die schwache Grundlage dieser Beziehungen. ... Rabat und Madrid müssen sich so bald wie möglich wieder über die gemeinsamen Interessen verständigen und über ihre Gegensätze verhandeln."

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