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La Stampa - Italien | Montag, 14. Dezember 2009

Anschlag auf Berlusconi ist politisch

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist am Sonntagabend Opfer eines Anschlags geworden. Der Täter, der Berlusconi einen harten Gegenstand ins Gesicht schlug, ist zwar psychisch gestört, doch die liberale Tageszeitung La Stampa versteht das Attentat trotzdem politisch: "Der Körper des Premiers ist verletzt worden und egal was man von seiner Politik halten mag, diese Gewalt bedeutet einen direkten, körperlichen, materiellen Angriff auf das Amt des Ministerpräsidenten. In diesem Sinn ist es eine Attacke gegen die Institutionen und muss als solche beurteilt werden, als ein neuer der vielen Risse, die den Körper der Republik zersetzen. Es ist ein Schritt in eine Richtung, aus der es kein Zurück mehr gibt - ohne wenn und aber - und der vorwegnimmt und erkennen lässt, wie schnell das aufgeheizte politische Klima heute in einen physischen Kampf ausarten kann. ... Heute befinden wird uns nicht im Notstand wie damals [zu Zeiten der Roten Brigaden und des Terrorismus]. Aber heute wie damals gilt das Prinzip, dass die Regierbarkeit eines Landes von Verantwortungsbewusstsein abhängt - auch seitens der Opposition."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 14. Dezember 2009

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