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Der Standard - Österreich | Mittwoch, 9. August 2006

Sind die europäischen Kernkraftwerke sicher?

Für Alexandra Föderl-Schmid ist es kein Zufall, dass gleich zwei schwere Vorfälle in europäischen Atomkraftwerken an einem Tag ans Licht kamen: "Im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark fielen zentrale Sicherheitsvorkehrungen aus, ein Experte sprach vom schwersten Störfall seit Tschernobyl. Damit sind Argumente vom Tisch gewischt, dass ein GAU in einem westlichen Atommeiler nicht passieren kann. Fast gleichzeitig liefen im tschechischen Atomkraftwerk Temelin, das nur wenige Dutzend Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt ist, mehrere tausend Liter verstrahltes Wasser aus. Erst kurz davor war der betreffende Reaktorblock wegen einer undichten Ölleitung außer Betrieb genommen worden. Beide Vorfälle sind ein Signal und werden eine Neuauflage der Diskussion über die Nutzung der Kernenergie in Europa bewirken. Das ist auch gut so, denn gerade noch schien alles auf eine verstärkte Nutzung dieser Energiequelle auf dem Kontinent hinzuweisen."

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