De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 15. Dezember 2009
Wie Tiger Woods sich läutern muss
Das Ansehen des Top-Golfers Tiger Woods ist nach mehreren Frauen-Affären tief gefallen und hat eine Auszeit vom Golf-Sport angekündigt. Die Öffentlichkeit wird ihm nur Gnade erweisen, wenn er sich öffentlich läutert, schreibt die Tageszeitung De Volkskrant: "Dafür gibt es ein festes Drehbuch: 1. Man gibt eine Pressekonferenz oder geht zu einer großen Talkshow und bekennt seine Schuld, am liebsten sehr emotional. 2. Man nennt die Dinge beim Namen: Ich bin Alkoholiker/sexssüchtig/depressiv und so weiter. 3. Man handelt schnell und macht deutlich, wie man Sucht/unerwünschtes Verhalten/Fehler angehen wird. ... 4. Man bietet sehr oft, aufrichtig und öffentlich seine Entschuldigung an. 5. Man verhält sich ruhig, sorgt aber dafür, dass ab und zu Fotos auftauchen, auf denen Zuneigung zum Partner zu sehen ist. ... 6. Man schreibt nach angemessener Zeit ein Buch über das, was einem widerfahren ist. Wenn Woods in den Augen der Öffentlichkeit noch existieren will, muss er sich an diese Regeln halten. Die Öffentlichkeit vergibt nur, wenn man tief sinkt und in sein Innerstes schauen lässt."
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