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Svenska Dagbladet - Schweden | Sonntag, 3. Januar 2010

Axel Odelberg über den 11. September als Beginn einer neuen Epoche

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 verdrängten zunehmend herausragende historische Ereignisse wie das Ende des Zweiten Weltkriegs oder den Fall der Berliner Mauer, meint der Schriftsteller Axel Odelberg in der Tageszeitung Svenska Dagbladet: "Der 11. September markiert immer deutlicher den Beginn einer neuen Epoche. Gegenwärtig finden zwei Kriege statt, die jeweils direkten Bezug zu dem Terroranschlag haben: in Afghanistan und im Irak. Der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern, bei dem es im Grunde immer um Land und um Vermögen gegangen ist, hat auf beiden Seiten Züge von religiösem Extremismus angenommen. ... Der 11. September hat die Atmosphäre vergiftet und ein allgemeines Misstrauen gegenüber Muslimen geschaffen, und zwar nicht nur bei notorisch Xenophoben, sondern unter ganz normalen, aufgeschlossenen, ausländer-freundlichen Menschen. ... In den 1970er Jahren versuchten die Roten Brigaden und die Baader-Meinhof-Gruppe eine revolutionäre Situation zu schaffen, indem sie Misstrauen gegenüber dem demokratischen Staat säten. Sie scheiterten. Osama Bin Laden hat weitaus größeren Erfolg gehabt. Das Misstrauen gegenüber der muslimischen Welt wächst und damit das muslimische Misstrauen gegenüber dem Rest der Welt. Der Fall der Berliner Mauer wird immer mehr von dem des World Trade Center überschattet."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 4. Januar 2010

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