Magyar Hírlap - Ungarn | Mittwoch, 6. Januar 2010
Private Rente löst Demografieproblem nicht
Die private Rentenvorsorge sei eine riskante Lösung für die demografische Krise des Westens, schreibt die rechtskonservative Zeitung Magyar Hírlap. "Das System der privaten Rentenvorsorge bietet scheinbar einen Ausweg aus der Misere. Dieser Schein trügt aber insofern, als die privaten Rentenkassen die Einzahlungen der künftigen Rentner in die Aktien von transnationalen Unternehmen investieren, die in solchen Regionen der Welt Extraprofite erzielen, wo einerseits die Geburtenrate hoch ist, andererseits die Lohnkosten äußerst niedrig sind. ... Das Problem dabei ist, dass man bei diesem Pyramidenspiel auch verlieren kann, weil jene Weltregionen immer entschiedener gegen diese eigentümliche 'Arbeitsteilung' aufbegehren. Im vergangenen Jahr sind auf globaler Ebene ... rund ein Drittel der Ersparnisse in den privaten Rentenkassen 'verschwunden'. Der Verlust entspricht etwa fünf Billionen US-Dollar. ... Sofern es dauerhaft viele Rentner und wenige Aktive geben wird (weil immer weniger Kinder auf die Welt kommen), droht auch bei der privaten Rentenvorsorge ein Kollaps."
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