Sme - Slowakei | Donnerstag, 21. Januar 2010
Europa hilft Haiti zu spät
Europa trickst bei der Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti, meint die liberale Tageszeitung Sme, und hat viel zu spät reagiert: "Die Union gewährt Haiti für den Wiederaufbau 429 Millionen Euro. Nur ein Viertel davon ist Soforthilfe. Das Gros der Summe war dem Land schon vor dem Erdbeben versprochen, jetzt wird es nur anders verpackt. Schlimmer noch ist, dass die Union fast eine Woche gebraucht hat, sich zu Schritten durchzuringen. In Brüssel heißt es, die spanische Präsidentschaft habe alles erst mit der neuen EU-Außenbeauftragten Ashton koordinieren müssen. Das Hauptargument für deren Inthronisierung war aber, dass mit ihr die Außenpolitik effektiver und durchschaubarer werde. Die Tatsachen aber bestätigen nur die Befürchtungen, dass in der Brüsseler Bürokratie nur eine neue Sackgasse geschaffen wurde. ... Nach wie vor gilt: Wer Hilfe braucht, und vielleicht auch noch schnelle Hilfe, sucht sie in Brüssel besser nicht."
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