De Standaard - Belgien | Montag, 25. Januar 2010
Obamas radikaler Vorschlag
Der Plan von US-Präsident Barack Obama, riskante Geschäftspraktiken von Banken stark zu reglementieren, ist der bislang radikalste Vorschlag, das System zu reformieren, schreibt der Ökonom Ivan Van De Cloot in der Tageszeitung De Standaard: "Obamas neuer Bankenplan mag zur Zeit zwar noch sehr vage sein. Es steht jedoch fest, dass die Vorschläge, den US-amerikanischen Bankensektor stärker zu reglementieren, viel größere Auswirkungen haben werden als alle Kommissionen, die unser Land bisher hatte. Wenn die US-Amerikaner intern die Situation in Ordnung bringen, werden sie zweifellos auch Druck ausüben, so dass weltweit eingegriffen wird. Es ist entscheidend, dass nun endlich die echten Probleme angegangen werden, nachdem alle sich Aufmerksamkeit auf die Boni richtete. Dann geht es nämlich tatsächlich um das Syndrom der Banken, die 'zu groß sind, um zu scheitern'. Dies ist eine Perversion des Kapitalismus, weil er der Verantwortungslosigkeit freies Spiel lässt."
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