Blog Sme - Slowakei | Sonntag, 31. Januar 2010
Schmiergeld-Affäre enttäuscht Slowaken
Die frühere slowakische Regierungspartei, die christlich-liberale SDKU von Mikuláš Dzurinda, soll während der Privatisierung des Landes Schmiergeld angenommen haben. In seinem Blog bei der Tageszeitung Sme zeigt sich Jozef Klucho desillusioniert: "In der Slowakei gibt es keine Parlamentspartei, die nicht solche Probleme hätte. Es wäre naiv zu glauben, diejenigen, die noch nicht im Parlament sitzen, würden nicht stehlen. Früher oder später greift jede Partei auf diese 'Arbeitsmethode' zurück. Sie kann zwar moralische Vorsätze haben, denen zu dienen, durch die sie zu ihren Posten gekommen sind. Diese Moralgrundsätze brechen aber schon dann zusammen, wenn es gilt, Bekannte oder Familienangehörige 'zu versorgen'. 99 von 100 Politikern bei uns werden da schwach. ... Der Sumpf und die Erfahrung aus dem Kommunismus, dass man stehlen kann und muss, haben sich auf unsere Kinder übertragen. Ungeachtet dessen, dass wir in einem christlichen Land leben."
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