Der Standard - Österreich | Donnerstag, 4. Februar 2010
Iran trickst Uno aus
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Bereitschaft signalisiert, Uran im Ausland anreichern zu lassen. Der Iran könnte von dem Vorhaben stark profitieren, schreibt die Tageszeitung Der Standard. Ahmadinedschad "macht die Sache quasi zum Testfall für die Vertragstreue der internationalen Gemeinschaft. Das ist ein Hinweis darauf, dass er es ernst meint - aber auch, dass er von der Tranchen-Lösung spricht. Denn das ganze iranische Uran könnte er wohl nicht so nonchalant aufs Spiel setzen. Wie gesagt, nichts ist fix - klarer sind da schon die Beweggründe: Der Druck der existierenden und vielleicht noch kommenden Sanktionen wächst. Und die Welt schaut gebannt darauf, was das iranische Regime seinen Oppositionellen antut. Teheran kann eine Ablenkung gut gebrauchen, verbunden mit einem enormen politischen Gewinn: ein nuklearer Deal, der de facto das Uran-Anreicherungsverbot des Uno-Sicherheitsrats untergräbt."
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