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The Guardian - Großbritannien | Freitag, 5. Februar 2010

Tomáš Sobotka sieht Vorteile im Bevölkerungsschwund

Der Bevölkerungsrückgang in Europa ist alles andere als eine Katastrophe, schreibt der Bevölkerungswissenschaftler Tomáš Sobotka in der Tageszeitung The Guardian: "Ja, Europa als Ganzes wird voraussichtlich einen Rückgang seiner Bevölkerung erfahren, der Uno zufolge von 732 Millionen jetzt auf 691 Millionen im Jahr 2050. Doch obwohl ein weiterer Rückgang auch nach 2050 wahrscheinlich ist, führt dies keineswegs zu einem Kollaps. ... Seit dem späten 19. Jahrhundert, als die Geburtenraten in den meisten europäischen Ländern rückläufig wurden, haben einige Demographen und lang vergessene Futurologen eifrig einen unaufhaltbaren Untergang Europas und seiner 'westlichen Zivilisation' vorhergesagt. Es ist jedoch nicht die Bevölkerung, sondern Wohlstand und Technologie, was einige Länder mächtiger macht als andere. Die Schweiz mit einer Bevölkerung von acht Millionen ist global viel bedeutender als Bangladesch, das eine Bevölkerung hat, die 20 Mal größer ist. Jedenfalls sollte eine langsame Abnahme der europäischen Bevölkerung von all jenen freudig begrüßt werden, die sich um Klimawandel und den globalen Druck auf Ressourcen sorgen."

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