Večer - Slowenien | Freitag, 12. Februar 2010
Zeitungskrise bedroht freie Gesellschaft
Die stetig sinkende Zahl der Zeitungsleser und die unsichere Zukunft der Presse bedeuten den Tod der kritischen Gesellschaft, meint die Tageszeitung Večer: "Einige trösten sich mit der Annahme, dass Tausende neuer Blogs und Internetportale einfach die 'alten Medien' ersetzen. Das ist ein großer Irrtum. Guter Journalismus ist nie billig, ... vor allem investigativer Journalismus kostet viel Geld. Blogs können diese Lücke nicht schließen. Auch das 'kostenlose' Lesen von Artikeln im Internet hat seinen Preis. So wie es kein 'Gratis-Mittagessen' und auch keine kostenlose Reparatur eines Autos gibt, so kann auch die Arbeit des Journalisten nicht einfach umsonst sein. Das billige Lesen von Artikeln bedeutet weniger Einnahmen, und das wiederum bedeutet weniger Journalisten, mehr oberflächliche Artikel und immer weniger wichtige Enthüllungen. Mit den Zeitungen, die verschwinden, sterben auch die kritischen Stimmen der Gesellschaft und falsche Entscheidungen nehmen zu. Wenn es um einen professionellen Zugang und ernsthaften Journalismus geht, sind Printmedien unersetzlich."
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