Newsmill - Schweden | Dienstag, 16. Februar 2010
Schwedische Muslime als Wahlkampfmunition
Die schwedische Regierung hat auf Antrag von Migrationsministerin Nyamko Sabuni die Sicherheitspolizei Säpo beauftragt, eine Analyse der militanten Muslime in Schweden vorzulegen. Der Vorsitzende der Vereinigung Christliche Sozialdemokraten, Peter Weiderud, befürchtet in dem Blogportal Newsmill, dass der Islam vor den Wahlen im Herbst unnötig politisiert wird: "Es besteht das Risiko, dass schwedische Muslime im Wahlkampf zur Zielscheibe werden. Die [rechtspopulistischen] Schweden-Demokraten haben die Muslime als Hebel erkannt, mit dem man zu fremdenfeindlichen Stimmen und in den Reichstag kommt. Gleichzeitig ist die Argumentation der Schweden-Demokraten so vulgär, dass sie eine Gegenreaktion von Toleranz erzeugt. Jedoch zum Preis einer stärker polarisierten Gesellschaft. Nyamko Sabunis populistisches und subtileres Ansinnen ist der Versuch, von dieser Polarisierung zu profitieren. Es ist deshalb eine genau so große Bedrohung der schwedischen Muslime wie die Botschaft der Schweden-Demokraten, weil sowohl Islam als auch Muslime als unzuverlässig und gefährlich abgestempelt werden."
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