Latvijas Avīze - Lettland | Donnerstag, 25. März 2010
Kritik an Rigaer Okkupationsmuseum unberechtigt
Das Okkupationsmuseum in Riga ist erneut in die Kritik geraten. Israelische Medien sowie jüdische und russische Organisationen beanstanden eine zu einseitige Ausrichtung gegen den Kommunismus und zu wenig Aufmerksamkeit für den Holocaust an den lettischen Juden. Die Tageszeitung Latvijas Avīze verteidigt die Konzeption der Ausstellung: "Zunächst muss man die Besucher von Nah und Fern daran erinnern, worum es in dem Museum geht: Um Lettland unter der Sowjet- und Naziherrschaft im Zeitraum 1940 bis 1991. Es geht hier also um Lettland und das Schicksal seiner größten Bevölkerungsgruppe sowie seiner Minderheiten über ein halbes Jahrhundert. ... Es umfasst damit zwei ganze Generationen, und natürlich kann die Nazibesetzung dabei nicht der absolute Schwerpunkt sein. Die Reporter der Jerusalem Post und nicht nur sie stören sich an den gleichgroßen Bildern von Hitler und Stalin, die die Besucher 'begrüßen'. Aber beide totalitäre Regime sind gleich brutal, und in Riga gibt es außerdem ein für jedermann frei zugängliches Museum über die Juden in Lettland und ihre Vernichtung."
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