Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 6. April 2010
Zweifel an Rentabilität der Nord Stream-Pipeline
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zu einem der größten europäischen Infrastrukturprojekte. Östlich von Schweden wird das erste Rohr der Nord Stream-Gaspipeline in die Ostsee versenkt. Ob sich die Investition auszahlt wird, ist aber unsicher, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die Klimaschutzpolitik der EU und der Nationalstaaten dürfte wegen effizienterer Nutzung und besserer Dämmung zu einem sinkenden Gasverbrauch führen. Andererseits könnte gerade die Klimapolitik dazu führen, dass Gas in erheblich größerem Umfang als heute zur Stromerzeugung eingesetzt wird, denn dabei fällt nur die Hälfte des Kohlendioxids an, das bei der Verfeuerung von Kohle freigesetzt wird. Gaskraftwerke sind im Bau preiswert, hochflexibel einsetzbar und damit eine praktikable Ergänzung 'grüner' Stromerzeuger wie Wind- und Photovoltaikanlagen. Die neue Unübersichtlichkeit auf den Gasmärkten und die unkalkulierbaren Eingriffe der Politik machen es den Investoren nicht leichter, auf Jahrzehnte angelegte Milliarden-Investments wie den Bau neuer Gaspipelines zu kalkulieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Energie, » Wirtschaftspolitik, » Deutschland, » Russland
Alle verfügbaren Texte von » Andreas Mihm
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 6. April 2010