De Standaard - Belgien | Dienstag, 6. April 2010
Mia Doornaert über die Kapitulation vor dem radikalen Islam
Radikale Muslime haben den Autor Benno Barnard daran gehindert, einen islamkritischen Vortrag zu halten. Ein weiterer Beweis, dass der Dialog der Kulturen eine Farce ist, schreibt die Beraterin des belgischen Premiers Mia Doornaert in der Tageszeitung De Standaard: "Als Ayatollah Khomeini 1989 sein Todesurteil gegen Salman Rushdie wegen seiner Satanischen Verse aussprach, scharte sich fast die ganze westliche Intelligenz hinter Rushdie und dem freien Wort. Als Ende 2005 in einem großen Teil der muslimischen Welt Gewalt ausbrach wegen Karikaturen in einer dänischen Zeitung war das freie Wort verdächtig geworden. Die Zeitung Jyllands Posten und Premier Rasmussen bekamen die Schuld. ... Die Gewalt - und was Benno Barnard widerfuhr, war Gewalt - entstammt einer radikalen, intoleranten Weltvision. Und die funktioniert leider - wie durch die intellektuelle Kapitulation und enorme Selbstzensur bezüglich des Islam in unseren Ländern und Medien deutlich wird. Diejenigen, die in ihren Elfenbeintürmen den 'Dialog der Kulturen' führen, müssen endlich aufwachen. Die Wirklichkeit spielt sich woanders ab und ist für unser unvermeidlich unvollkommenes, aber so kostbares Freiheitssystem gefährlich."
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