Navigation

 
Kurier - Österreich | Mittwoch, 7. April 2010

Todesvideo aus Irak empört zu spät

Ein Video über den gewaltsamen Tod zweier Reuters-Journalisten im Irak im Jahr 2007 hat weltweit eine Debatte über die Kriegsführung der US-Armee ausgelöst. Es wurde vor kurzem auf der Internetseite Wikileaks veröffentlicht. Wieder einmal setzen Bilder eine späte Welle der Empörung über längst bekannte Tatsachen in Gang, schreibt die Tageszeitung Kurier: "Von Beginn an forderten die Kriege im Irak und in Afghanistan das Leben Tausender Unschuldiger. Unaufhörlich geraten dort Frauen und Kinder unter Feuer. Doch all diese Schrecken sind kalkulierbare Folgen eines Guerillakriegs. Es ist ein Kampf gegen einen Feind, der aus der lokalen Bevölkerung entsteht und wieder in ihr aufgeht. Die Grenzen zwischen Zivilisten und Kämpfern sind fließend. Man muss schon hartnäckig an die Propaganda der Militärs glauben, um bis heute anzunehmen, dass gerade diese Kriege nicht schmutzig sind, dass überforderte Soldaten in ihnen nicht automatisch verhängnisvolle Fehler begehen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 8. April 2010

Weitere Inhalte